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Vorlesungsverzeichnis

Modul zu dieser Lehrveranstaltung

Modultitel:Bibliothek, Information, Gesellschaft II Kennummer: BA2 Studiengang:BIW
Lehrveranstaltungen: BA21 Typologische, zielgruppenspezifische und funktionale Bibliothekskonzeptionen (Vorlesung)

BA22 Typologische, zielgruppenspezifische und funktionale Bibliothekskonzeptionen (Seminarristischer Unterricht)

BA23 Typologische, zielgruppenspezifische, funktionale Bibliothekskonzeption (Vorlesung)

BA24 Typologische, zielgruppenspezifische, funktionale Bibliothekskonzeption (Seminarristischer Unterricht)

BA25 Bibliotheks- und Informationssoziologie, Informationsethik (Seminarristischer Unterricht)

Lehrende: Prof. Dr. Haike Meinhardt; Prof. Tom Becker, Prof. Dr. Hermann Rösch
Workload: 240 h
Credits: 8
Studiensemester: 3. Semester
Häufigkeit des Angebots: Jedes Wintersemester
Dauer: 1 Semester
Kontaktzeit: 6 SWS / 90 h
Selbststudium: 150 h
Lernergebnisse / Kompetenzen: BA21-BA24 typologische, zielgruppenspezifische und funktionale Bibliothekskonzeptionen
Die Studierenden analysieren Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Konzeptionen Öffentlicher Bibliotheken sowie Methoden der Konzeptentwicklung. Sie können das Dienstleistungsspektrum und Organisationszusammenhänge von Bibliotheken identifizieren und entsprechende Dienstleistungsangebote (Medienmanagement, Zielgruppen- und Programmarbeit) insbesondere bezogen auf die bildungsbezogene (formale, nicht formale Bildung) Funktion von Öffentlichen Bibliotheken zuordnen, vergleichen und konzipieren.
Die Studierenden haben vertiefte systematische Kenntnisse des deutschen Bibliothekssystems, insbesondere spezieller Bibliotheksformen wie Kinderbibliotheken, Schulbibliotheken, Jugendbibliotheken. Sie unterscheiden das spezifische Mediennutzungsverhalten sowie die spezifischen Medien- und Informationsbedürfnisse unterschiedlicher Zielgruppen wie Kinder, Jugendliche, Eltern, Erzieher, Multiplikatoren, sie beurteilen und entwerfen zielgruppenorientierte bibliothekarische Dienstleistungen. Sie setzen sich mit innovativen Praxisbeispielen auseinander und bewerten diese.
Die Studierenden analysieren und vergleichen die Besonderheiten der bibliothekarischen Arbeit in diesen Bibliotheken in Bezug auf Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Informationen (Bestandsprofilierung, Medienpräsentation, Programmarbeit, Raumgestaltung, etc.).
BA25 Bibliotheks- und Informationssoziologie, Informationsethik
Die Studierenden wenden grundlegende soziologische Kenntnisse und Methoden auf konkrete bibliothekarische Erfordernisse an (Sozialstruktur, demographische Entwicklungen, Milieumodelle, Systemstrukturen und -beziehungen). Sie erkennen Rolle und gesellschaftliche Stellung der Bibliotheken und des Bibliothekssystems. Deutlich werden ihnen dabei sowohl dessen Binnenstrukturen als auch die Umweltbeziehungen zu anderen gesellschaftlichen Subsystemen. Die Studierenden können das aktuelle bibliothekarische Selbstverständnis kritisch reflektieren und sinnvolle Entwicklungsperspektiven des Berufsbildes identifizieren. Sie lernen Konzepte der Sozialen Bibliotheksarbeit kennen und die damit verbundenen Bibliotheksfunktionen sozialer Integration, Inklusion und Emanzipation.
Schließlich lernen die Studierenden, dass bibliothekarische Arbeit prinzipiell und in allen Tätigkeitsfeldern ethische Fragen berührt. Sie entwickeln über die Reflexion ethischer Fragen bibliothekarisches Verantwortungsbewusstsein. In diesem Zusammenhang erkennen sie Bedeutung und Funktion einer bibliothekarischen Berufsethik.
Inhalte: BA21-BA24 typologische, zielgruppenspezifische und funktionale Bibliothekskonzeptionen
Einzelne Bibliothekskonzeptionen Öffentlicher Bibliotheken werden in Hinblick auf deren inhaltliche, funktionale und konzeptionelle Schwerpunkte (Dienstleistungsspektrum: Programmarbeit; Zielgruppen; Medienmanagement, Medienvermittlung, Medienpräsentation; räumliche Konzipierung; Kooperationsmöglichkeiten) vorgestellt.
Inhaltliche Schwerpunkte der Vorlesungen sind insbesondere:
- Methoden der Konzeptentwicklung (Gemeinwesenanalyse, Umfeldanalyse, politische Priorisierungen etc.)
- Einführung in sozialwissenschaftliche Methoden: Experteninterview, vergleichende Analyse, Fallstudie, Beobachtung, Inhaltsanalyse, Szenario etc.
- Rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen von Schul-, Kinder- und Jugendbibliotheken
- Das Mediennutzungsverhalten der Zielgruppen Kinder, Jugendliche, Schüler
- Formelle Bildungsfunktionen (schulische und schulergänzende Bildung): Die Öffentliche Bibliothek und Schulbibliothek als Bildungsort und -partner, Modelle von Bildungspartnerschaften, zielgruppenspezifische bildungsbezogene Dienstleistungen und Programmarbeit, Methoden und Formen der Vermittlung von Lese- und Medienkompetenz, Bereiche und Spezifika schulbibliothekarischer Arbeit, Medienaufbau, Medienpräsentation, Raumgestaltung in Schulbibliotheken, Methoden und Möglichkeiten der Integration der Schulbibliothek in den Unterricht
- Informelle Bildungsfunktionen: Die Öffentliche Bibliothek / Kinderbibliothek als Ort des Entdeckens, Bereiche und Spezifika kinderbibliothekarischer Arbeit, frühkindliche Entwicklungsförderung, medienpädagogische Methoden und Formen der Leseförderung und Medienvermittlung, Konzeption und Profilierung von Kinderbibliotheken, Medienaufbau, Medienpräsentation, Raumgestaltung in Kinderbibliotheken
Hauptinhalt des Seminars ist die begleitete Umsetzung og. Funktionen in eigenständig und exemplarisch zu bearbeitende praktische Aufgabenstellungen sowie die Analyse bestehender bibliothekspraktischer Lösungen.

BA25 Bibliotheks- und Informationssoziologie, Informationsethik
Die Lehrveranstaltung vermittelt soziologische und ethische Grundkenntnisse und deren Anwendung auf bibliothekarische Arbeitsfelder.
Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt:
- Klärung zentraler Grundbegriffe ( Bibliothek, Information, Wissen, Informationsgesellschaft, Ethik, Moral)
- Soziologie und soziologische Methoden
- Sozialstruktur, Milieutheorien
- Rolle und gesellschaftlicher Standort von Bibliothek
- Binnenstrukturen des Bibliothekssystems und dessen Umweltbeziehungen zu anderen gesellschaftlichen Subsystemen
- Bibliothekarisches Selbstverständnis und Berufsbild: Stand und Entwicklungsperspektiven
Teilnahmevoraussetzungen: keine
Prüfungsformen: Klausur, Projektarbeit, Präsentation
Voraussetzungen für die Vergabe von Kreditpunkten:Bestandene Modulklausur und Projektarbeit
Stellenwert der Note für die Endnote:Entsprechend des Anteils der Leistungspunkte (Credits) an der Durchschnittsnote der benoteten Modulprüfungen,, anteilig: 8/152
Modulbeauftragte/r:Prof. Dr. Haike Meinhardt